Die Internationale Gesellschaft für Theologische Mediävistik (IGTM) dient dem Austausch und der Verständigung aller Forscherinnen und Forscher im Bereich der theologischen Mediävistik. Sie ist international, interkonfessionell und interdisziplinär ausgerichtet und vertritt die Anliegen der Disziplin gegenüber staatlichen und kirchlichen Stellen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Jahrbuch
Archa Verbi. Yearbook for the Study of Medieval Theology erscheint jährlich in fünf Sprachen mit Artikeln und Textausgaben aus dem Fachgebiet.
Subsidia
Die Begleitbuchreihe Archa Verbi. Subsidia umfasst spezialisierte Monographien und Sammelbände. Mitglieder erhalten Rabatt.
Jahrestagung
Mitglieder haben freien Zugang zur jährlichen Konferenz. Die Tagung 2019 fand am 24./25. Juni an der Katholischen Privat-Universität Linz statt.
Mitgliedschaft
Reguläre Mitgliedschaft ab 35 € jährlich, Studierende zahlen 10 €. Alle Mitglieder erhalten das Jahresheft und Tagungszugang.
Über die Gesellschaft
Der Verein führt den Namen „Internationale Gesellschaft für theologische Mediävistik e.V.“ (IGTM). Die Satzung wurde am 13. August 2011 aktualisiert. Die IGTM verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.
Die Gesellschaft gibt das Jahrbuch Archa Verbi sowie die Begleitreihe Archa Verbi. Subsidia heraus. Für redaktionelle Anfragen stehen Thomas Prügl und Christian Leitmeir zur Verfügung.
Mitgliedschaft beantragenDie Internationale Gesellschaft für Theologische Mediävistik versteht sich als ein lebendiges Netzwerk, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern, Konfessionen und Fachrichtungen zusammenbringt. Der grenzüberschreitende Dialog steht im Mittelpunkt: Wer sich mit der theologischen Gedankenwelt des Mittelalters beschäftigt, findet hier ein Forum, das den offenen Austausch über methodische Ansätze, Quellenfunde und Forschungsperspektiven gezielt fördert und damit die Sichtbarkeit des Faches stärkt.
Die theologische Mediävistik bewegt sich an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft, Philosophie und systematischer Theologie. Das Mittelalter war eine Epoche intensiver intellektueller Auseinandersetzung, in der zentrale Fragen nach Gott, Mensch und Schöpfung mit großer begrifflicher Schärfe verhandelt wurden. Die Gesellschaft widmet sich der Aufgabe, dieses reiche Erbe für die heutige Forschung zu erschließen und aktuelle Fragestellungen mit den Einsichten der mittelalterlichen Tradition ins Gespräch zu bringen.
Interkonfessionalität ist ein tragendes Prinzip der Vereinsarbeit. Die theologischen Debatten des Mittelalters lassen sich nicht auf eine einzige kirchliche Perspektive beschränken; sie umfassen lateinische, byzantinische und orientalische Traditionen gleichermaßen. Die Gesellschaft schafft einen Raum, in dem konfessionelle Prägungen nicht als Hindernis, sondern als produktive Vielfalt begriffen werden, die das Verständnis der Epoche vertieft und bereichert.
Neben der internationalen und interkonfessionellen Ausrichtung bildet die Interdisziplinarität das dritte konstitutive Element der Gesellschaft. Mediävistische Theologie kann ohne den Austausch mit der allgemeinen Geschichtswissenschaft, der Kunstgeschichte, der Liturgiewissenschaft oder der Sprachforschung nicht fruchtbar betrieben werden. Die Gesellschaft ermutigt daher ausdrücklich zu fächerübergreifenden Kooperationen und methodischer Offenheit, um den komplexen Phänomenen der mittelalterlichen Geisteswelt gerecht zu werden.
Das Jahrbuch Archa Verbi ist das wissenschaftliche Flaggschiff der Gesellschaft. Es versammelt Jahr für Jahr Beiträge, die das breite Spektrum der theologischen Mediävistik abbilden: von quellenkritischen Detailstudien über begriffsgeschichtliche Untersuchungen bis hin zu übergreifenden Synthesen. Die sorgfältig begutachteten Aufsätze erscheinen in verschiedenen Sprachen und spiegeln die internationale Zusammensetzung der Forschergemeinschaft wider. Ergänzend dazu bietet die Reihe Subsidia Raum für Monographien und Tagungsbände.
Regelmäßige Konferenzen und Studientage bilden das pulsierende Herz des Vereinslebens. Diese Zusammenkünfte erlauben es, aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen, Thesen zur Diskussion zu stellen und neue Kontakte zu knüpfen. Die thematisch fokussierten Veranstaltungen greifen zentrale Sachthemen der Epoche auf und schaffen eine Atmosphäre konzentrierter gemeinsamer Arbeit, in der auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wertvolle Impulse für ihre eigenen Vorhaben erhalten.
Die Gesellschaft vertritt die Anliegen der theologischen Mediävistik auch gegenüber staatlichen und kirchlichen Institutionen. Sie setzt sich dafür ein, dass das Fach in der akademischen Landschaft den Stellenwert behält, der seiner Bedeutung für das Verständnis der europäischen und mediterranen Geistesgeschichte entspricht. Diese wissenschaftspolitische Dimension ergänzt die rein forschungsbezogene Tätigkeit und sichert die institutionellen Rahmenbedingungen für künftige Generationen von Forschenden.
Die Mitarbeit in der Gesellschaft steht allen offen, die sich der theologischen Mediävistik verbunden fühlen. Ob etablierte Lehrstuhlinhaberin, unabhängiger Forscher oder fortgeschrittener Studierender – die Mitgliedschaft bietet Zugang zu einem inspirierenden Umfeld, das von gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsamer Leidenschaft für die mittelalterliche Theologie geprägt ist. Neue Perspektiven und frischer Elan sind stets willkommen.
Stimmen aus der Forschung
„Das Jahrbuch Archa Verbi hat sich als unverzichtbare Plattform für den internationalen Austausch in der theologischen Mediävistik etabliert. Die Qualität der Beiträge ist durchweg herausragend.“
Mitherausgeber, Subsidia-Reihe
„Die Jahrestagungen der IGTM bieten eine einzigartige Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren und interdisziplinäre Netzwerke zu knüpfen.“
Autor, Subsidia 17
„Die interkonfessionelle Ausrichtung der IGTM ist ein großer Gewinn für die mediävistische Theologie. Hier wird echte Brückenarbeit geleistet.“
Mitherausgeber, Subsidia 14
„Die Bände des Archa Verbi dokumentieren eindrucksvoll die Breite und Tiefe der aktuellen Forschung zur mittelalterlichen Theologie.“
thomas.pruegl@igtm-info.net